Skitourenwoche 2005

Grand Saint Bernard

Tourenleitung und Organisation :
Peter Schmid, Esther und Ruedi Meier
Skitourenwoche 2005
Fotos:
Ruedi Stettler
Skitourenwoche 2005

Technischer und praktischer Support:
Ueli Scheidegger
Skitourenwoche 2005

Teilnehmer:

Baumann Peter

Beer Peter

Dänzer Hannes

Duis Ellie

Hauth Volker

Häusler Therese

Jungen Jakob

Lyck Inge

Marmet Markus

Maurer Rosmarie

Meier Esther

Meier Ruedi

Oester Peter

Rohner Walter

Scheidegger Ueli

Schmid Markus

Schmid Peter

Sollberger Marcel

Schranz Monika

Stettler Ruedi

Sprecher Erika

Trachsel Ernst

Willen Fritz

Willen Meta

Skitourenwoche 2005
Samstag, 2. April :
Tour de Bavon, 2346 m
Sonntag, 3. April:
Testa Grisa, 3080 m
Montag, 4. April:
Dienstag, 5. April:
Pointe de Drône, 2861 m
Mittwoch, 6. April:
Mont Fourchon, 2902 m
Donnerstag, 7. April:
Bergstation Gondelbahn GSB
Freitag, 8. April:
Heimreise
Samstag, 2. April
Tour de Bavon, 2346 m

Einsammeln aller Teilnehmer und Fahrt nach Vichères. Die mechanischen Steighilfen sind ausser Betrieb. Auf ca. 1650 m schnallen wir die Skis auf den letzten Schneeflecken an und steigen gemächlich in Richtung Bergstation der Sesselbahn und zum Skilift. Zuerst ist es recht warm, dann bläst der Föhn immer stärker, Windjacken und –stopper leisten ihre Dienste.
Nach rund 2 Stunden erklären wir den Punkt 2346 am Fusse des Tour de Bavon angesichts der fortgeschrittenen Zeit zum Gipfel und geniessen die Aussicht auf Grand Combin und Vélan im Süden, Dolent, Aig. D’Argentiere, etc. im Westen, Dents du Midi im Norden, Dent de Morcles, Muveran, Diablerets, etc. im Nordosten.
Das Wetter ist schön trotz dem starken Föhn, auf der Höhe recht kalt.
Die Abfahrt gestaltet sich leicht heikel, mindestens für diejenigen, die sich nicht wagen, voll zu fahren. Eine dünne, leicht gefrorene Schicht gilt es zu durchbrechen. Unten wird es sehr weich, Schnee und Dreck von den planierten Pisten wechseln sich ab.
Fahrt nach Bourg St. Pierre und Quartierbezug im Hotel du Crêt.
Fritz Willen

die Bilder

Sonntag, 3. April
Testa Grisa, 3080 m
Bereits um 7.15 treffen wir uns beim ausgiebigen Frühstück. Pünktlich – gemäss Tagesbefehl – fahren wir um 8.30 Uhr Richtung Grosser St. Bernhard. Der Stausee ist praktisch leer – überhaupt ist die Gegend karg und kaum besiedelt. Vor der Tunneleinfahrt zweigt unser Chauffeur Markus rechts ab und hält in Bourg-St. Bernard an. Von hier aus starten eine Gondelbahn und Skilift ins Skigebiet. Die Gondelbahn kann jedoch wegen starkem Wind nicht fahren, so führt uns ein Schlepplift auf Plan du Jeu (2250 m).
Felle und Harschteisen müssen montiert werden und die namhafte Gruppe von 23 Naturbegeisterten machen sich auf den Weg Richtung Testa Grisa. Beim steilen Aufstieg ist gute Spitzkehrtechnik gefragt. Immer wieder fegt der Wind von Süden her und wirbelt den losen Schnee die Hänge hinunter. Nach ca. 3 Stunden Aufstieg erreichen wir unser Ziel.
Der Aufstieg hat sich gelohnt, die Aussicht ist grossartig. Der Mont Blanc und Grandes Jorasses ragen majestätisch vor uns auf und gegenüber das Mont Vèlan Massiv. In den senkrechten Gräben des Mont Vélan befinden sich übermütige Skifahrer, die sich langsam das steile Couloir hinunter bewegen. Unsere Abfahrt ist etwas weniger spektakulär aber umso genussreicher aus unserer Sicht.

die Bilder

Montag, 4. April
Monts Teilliers, 2949 m

Heute war es ausschlaffen bis 7 uhr. Essen um 7.30 und abfahrt um 8.45. I bin sicher haben aller ein schweizer uhr denn wir fuhren punktlich ab. Am Bourg St. Bernard wurden wir uberrascht denn es waren haufenweisse luete dar. Und das am Montag! Aber unsere Peter hatte recht „Ehr die sich uberlegt haben wo die hin wollen sind wir schon langst uber alle berge.“
Um 9.10 sind wir los gelaufen beim sonnenschein, blauen himmel und ein kuhle wind.
Unser nuenie hatten wir erst um 10.30 und es schemkte mir gut. Heute ging es laufen schon zugig und es hatte sich mehrere kleine gruply gebildet jeder nach eigenem snelheid.
Ich war im letzte gruply und hatte eine schone uberblick. Peter hat ein schones tempo und so kamm ich um 12.30 oben auf Monts Telliers. Ein wunderbahre aussicht uber schone schnee berge mit viele abfahrt spuren. Vielleicht wirden wir morgen auf eine von dem stehen? Wir lassen uns uberraschen.
Zum Mittagsessen sind wir ein kleines stuck abgefahren in eine mulde wo wir schon gesonneld haben fur ein stund und gewartet das der schnee ein wenig aufgeweicht war. Unsere leiter ohne furcht haben die richtige zeit erwischt denn der abfahrt war himmlisch. Schone bogen und ein wunderbahres ski gefuhl. Zurück beim bus wurde das gefeiert am busbar. Das einzige kleines minus punkt vom tag das ich gehort habe war das der bus grad am ende beim schnee hatte parkiert werden konnen. Vielleicht klappt das morgen!
Ellie Duis

die Bilder

Dienstag, 5. April
Pointe de Drône, 2861 m

Start mit Postauto (mit kompletter Gruppe, Aschi Trachsel ist am Abend auch zur Gruppe gestossen) um 8.10 Uhr Richtung Bourg St. Bernard. Glücklicherweise beginnt der Tag windstill. Nach Fellmontage marschieren wir Richtung Col St. Bernard. Nach 2 Std. erreichen wir die Passhöhe von 2473 m, wo wir einen gemütlichen Z’Nünihalt einschalten. Das alte Hotel ist immer noch von Mönchen besetzt. Bernhardinerhunde sichten wir leider keine. Nach einer kurzen Abfahrt (80 Höhenmeter) auf der italienischen Seite bis Ende der Galerie, steigen den sonnigen Hang hinauf zum Grat (2724 m), welchen wir um 12 Uhr erreichen. Hier löschen wir erneut den Durst und Hunger und sammeln uns für den etwas spektakulären Aufstieg zum Tagesziel. Zum Traversieren des Steilhanges montieren wir die Harschteisen und begehen diesen in grossen Abständen. Die ganz Sportlichen jungen Männer steigen zuerst zu Fuss das „stotzige“ Couloir hinauf um sofort anschliessend ohne Skis zurückzukehren und den Schwächeren den Aufstieg zu erleichtern. Diese Methode führt zu einem reibungslosen Aufstieg. Der Übergang mit 2834 m bietet eine grandiose Rundsicht von Mont Blanc bis Grand Combin. Schon wieder packen wir den Rucksack aus und geniessen den windstillen Mittagsrast beim Sprüche- und Witzeklopfen.
Die anspruchsvolle Abfahrt beginnt etwas heikel. Weiter unten geniessen wir die von der Sonne aufgeweichte Sulzschneestrecke. Um die Alpenrosenstauden und Steine herum kürveln wir nach Belieben bis zur Passstrasse. Bei einem Bier schliessen wir die eindrückliche Rundtour.
Gemäss GPS sind wir 8,6 km Länge aufgestiegen, total 1200 Höhenmeter = gesamte Steckenlänge 14 km.
Jakob Jungen

die Bilder

Mittwoch, 6. April
Mont Fourchon, 2902 m

Wetter: schön / Wind 2 – 3 BF / Temperatur 3 ° / Teilnehmer 24 bzw. 22 Personen
Höhendifferenz 1’087 m / Aufstieg 8,4 km / Streckenlänge 16,2 km
Um 08.15 starten wir mit dem Postauto von Bourg St. Pierre durch das Loch Richtung Italien. Nachdem wir endlich den Ausgang nach dem Zoll Richtung Mont Fourchon gefunden haben und das Fahrzeug parken wollen, machten unsere Chauffeure Kontakt mit den italienischen Polizisten. Wegen Ueberfahren der doppelten Sicherheitslinie wurden sie abgeführt und konnten nicht mit uns auf die Skitour.
Der Aufstieg zum Gipfel führte eine Zeit lang auf der St. Bernhardstrasse Richtung nordwest über einen Rücken auf eine leicht ansteigende Ebene anschliessend stets steiler werdend zum Gipfel. Dank der ausgezeichneten Kondition aller Teilnehmer (zwischen 24 und 72 Jahren) hatten wir den Gipfel in gut drei Stunden erreicht. Wir haben einmal mehr die herrliche Aussicht und das prächtige Wetter genossen. Unsern Führern und Bergführer Peter Schmid sei dank für diese schönen Skitouren.
Die Abfahrt führte zuerst über einen pulvrigen Steilhang hinunter und anschliessend durch Sulzschnee bis unterhalb des Hospizes.
Nach einem leichten Aufstieg zurück auf den Gr. St. Bernard hatten wir noch die Gelegenheit das Museum zu besuchen. Nachdem wir den Durst gelöscht hatten sind wir zurück zum Nordportal des Tunnels gekurvt.
Peter Oester

die Bilder

Donnerstag, 7. April
Bergstation Gondelbahn GSB
Das Wetter hat umgeschlagen, der Wetterbericht verheisst nichts Gutes, aber wir fahren trotzdem um 8.10 Uhr wieder in Richtung Parkplatz der Gondelbahn GSB.
Vom gossen Parkplatz nehmen wir die Passstrasse und nach 1 km biegen wir nach links ab, über die Piste in Richtung der Bergstation der Gondelbahn. Auf 2548.6 m haben wir starken Schneefall und stürmischen Wind, so dass ein weiterer Aufstieg keinen Zweck hat.
Nach einer rassigen Abfahrt sind wir alle heil und ganz wieder beim Postauto angelangt.
Somit ist unsere Tourenwoche abgeschlossen. Wir haben 5 Tage bei schönem Wetter genossen, nur der 6. und letzte Tag ist aus der Reihe getanzt.
Am Nachmittag wurde noch ausgiebig gejasst.
N:B.
Dank meinen langen Skis kam ich gut über die Löcher, die Esther mit ihren klebenden Fellen gemacht hat!!

Peter Schmid

Freitag, 8. April
Heimreise

Wir verabschieden uns in Bourg-St-Pierre mit dem obligaten Dreiklanghorn von unseren Gastgebern und verlassen das Wallis Richtung Bern.
Im Löwen zu Niederwangen feiern wir den Abschluss der gelungenen Woche bei einem ausgiebigen Mittagessen.

Fritz Willen