Altels

Datum:
22. / 23. April 2006
Tourenleiter:
Kurzen Robert, 033 673 40 04 /
079 208 35 44
Ausweichziel:
Ausweichdatum:
Schwierigkeit:
schwere Skitour
Anforderungen :
  • gute Kondition für 1700 Höhenmeter mit schwerem Rucksack in steilem Gelände (mehrheitlich 30-35°)
  • sicheres Abfahren
  • stegeisengewohnt für Gipfelbesteigung (ca 200m)
Ausrüstung:
übliche Tourenausrüstung Steigeisen und Pickel

Je nach Gruppengrösse zusätzliches Seil

Besammlung:
folgt später
Fahrplan:
Kosten:
Beschreibung :
22. Von Kandersteg nach Schwarenbach, entweder zu Fuss oder mit der Bahn bis Sunnbühl und Rest zu Fuss.

23. Kurze Abfahrt nach Spittelmatte, dann leicht aufsteigend bis oberhalb Sagiwald. Von hier alles steil 30-35° gerade hinauf bis ca 3400m (Skidepot). Jetzt mit Stegeisen über den Felsriegel und anschliessenden Firnhang (40°) zum Gipfel 3629m.

Abfahrt gleiche Route. Wenn genügend Schnee bis Kandersteg 2400 Höhenmeter.

Bericht
durchgeführte Tour:
Steghorn und Altels
Durchführungsdatum:
22. / 23. April
Anzahl Teilnehmer angemeldet:
10
Anzahl Teilnehmer:
9

Da fast alle Teilnehmer den ganzen Samstag Zeit hatten, und das Wetter so schön war, starteten wir Samstagmorgen an Engstligen. Stiegen hoch zur Strubelegga, wo ein reger Verkehr herrschte,(auf und ab) dies aber bei gutem Trittschnee. Nun an der Sonne auf den Gipfel des Steghorn. Da bis Schwarenbach alles Osthänge zu befahren sind, fuhren wir schon bald hinunter. Dank der günstigen Lawinensituation fuhren wir über das ‚Leiterli‘ steil in das Lämmerental ab.Bei mittlerweilen schon hoher Temperatur folgte jetzt der leichte Aufstieg zum Roten Totz.Nach etwas längerem Halt fuhren wir bei erstaunlich gutem Schnee nach Schwarenbach hinunter. Weil Jürg Lüthi diese Route kannte und ich nicht, übergab ich ihm diesen Tag die Führung. Danke vielmal Jürg!

Schon bald traf der letzte Teilnehmer von Sunnbühl kommend auch ein. Wir erlebten bei guter Bewirtung einen sehr gemütlichen Hüttenabend. Leider regnete es dann beim zu Bett gehen, aber schon um zwei Uhr war wieder Sternenhimmel, so gabs noch ein paar Stunden ruhigen Schlaf.

Um fünf gabs Morgenessen, und bald danach standen wir auf den Skiern und fuhren auf sehr falschem Schnee nach Spittelmatte ab. Punkt sechs Uhr, wie ichs gewünscht hatte, waren alle Felle montiert und es konnte losgehen. Zirka jede Stunde einen kurzen Halt machend, stiegen wir in flottem Tempo immer höher bis knapp unter das Skidepot auf zirka 3300 m. Etwas windgeschützt verpflegten wir uns noch mal, seilten an und gingen nun in drei Seilschaften zum steilen Skidepot, mussten jetzt nur noch die Steigeisen montieren und konnten direkt den sehr steilen Gipfelhang (42°) in Angriff nehmen. Exakt 5 Stunden nach Start im Schwarenbach standen wir auf dem Gipfel. Da Trudi die einzige Frau war, durfte Es sehr viele Müntschi in Empfang nehmen. Just als wir absteigen wollten, öffnete sich der Nebel doch noch vollends und gab den grandiosen Tifblick frei. Zurück beim Skidepot stellten wir das Skimaterial auf abfahren, um kurz darauf diese steile, (35°) fast unendliche Flanke runter zu kurven. Nur ungefähr 200m wars dann im Arvenwald falscher Schnee ehe er zuletzt ganz weich und damit wieder besser zu fahren war. Gemütlich und zufrieden marschierten wir jetzt zur Sunnbühlbahn und mit ihr nach Kandersteg.

Als Tourenleiter danke ich besonders für die sehr gute Disziplin während der ganzen Tour !