Gehrihorn

Datum:
Samstag , 04.02.2006
Tourenleiter:
Inniger Alfred,
033 673 19 81/
079 245 17 46
Ausweichziel:
flexibel nach Schnee- und Lawinenverhältnissen
Ausweichdatum:
Schwierigkeit:
wenig schwierig
Anforderungen :
Gute SkitourenfahrerInnen , motiviert mit etwas Kondition und froh gelaunt eine Tour von rund 1400 m HD hinter sich zu bringen ( Aufstiegszeit ca. 4 1 / 2 Stunden ) .
Ausrüstung:
Standartausrüstung ( gute Klebfelle / Harscheisen , LSV , usw. )
Besammlung:
Gemeindehaus/Einfahrt Parkhaus um 07.30 Uhr.
Treffpunkt in Reichenbach ( Kien / Aris ) nach Absprache.
Fahrplan:
Gemäss Absprache mit Privatautos
Kosten:
Kostenteilung / -vergütung direkt zwischen Autobesitzer / TeilnehmerInnen regeln.
Beschreibung :
Aufstieg von Kien ab Pt. 723 m ( genügend Schnee vorausgesetzt ) über Aris ( 862 m ) . Weiter südwärts dem Bergweg entlang durch den Wald hinauf nach Brand / Chüeweid und Ober Geerene. Von hier Traverse zum Nordostgrat. Skidepot 70 m unter dem Gipfel und zu Fuss hoch zu dem einen prächtigen Tiefblick bietenden Gipfelkreuzpunkt.
Bericht:
durchgeführte Tour:
Gehrihorn
Durchführungsdatum:
4.2.2006
Anzahl Teilnehmer angemeldet:
Anzahl Teilnehmer:
11
Heftig und unbarmherzig hat der Föhnsturm am letzten Januarwochenende 2006 in weiten Teilen des Berner Oberlandes den Schnee von Gipfeln und Gräten weggefegt. Dem Süden bescherte Frau Holle das köstliche Weiss in rohen Mengen und auf der Alpennordseite liess sie kaum ein Schneeflocken fallen. Wenn auch in den ersten Februartagen über einer hartnäckigen Hochnebeldecke von 800 – 1000 m herrliches Winterwetter (oben blau und unten grau) herrschte, präsentierten sich dagegen die Schneeverhältnisse für Skitouren in unseren Regionen wenig günstig (Ausaperungen, Eis und Bruchharst!). Ja, etwas Skepsis war schon da, ob wir heute wohl die richtige Tourenwahl getroffen haben.
In zwei Autos verfrachtet, startete das Adelbodnergrüppli bei klarem Himmel kurz nach halb acht Uhr zum Ausgangspunkt nach Kien. Und: Ohje, schon über Frutigen lag dichter Nebel, fast schockierend, in diesen einzutauchen! Umsogrösser die Motivation, möglichst schnell von „unten grau nach oben blau“ zu gelangen. Diese Sehnsucht hatten vor allem auch die vom Unterland anreisenden Tourenteilnehmer/Innen.
Alle heil beim Treffpunkt in Kien angekommen – keine Selbstverständlichkeit, denn mit grossem Glück blieben Teilnehmer unserer Tourengruppe bei einem unverantwortlichen Überholmanöver eines aus dem Nebel entfliehenden Auto-/(Ski)Rasers von einer Frontalkollision verschont – mussten wir feststellen, dass zu wenig Schnee lag um die Tour beim Punkt 724 m zu starten.
Wir fuhren hinauf nach Aris und gingen nach Aufschnallung der Felle mit unserer 11-köpfigen Gruppe im dichten Nebel und mit gemächlichem Schritt aus dem Raum „Dörfli“ das um ca. 1’300 m höher liegende Gipfelziel des Gehrihorns an.
Ziemlich hart und teils eisig präsentierte sich die Aufstiegsroute im Bereich des Waldes nach Brand (1252 m). Dieser konditionell recht anspruchsvolle Abschnitt wurde aber durchwegs bravourös gemeistert und die Mühen damit belohnt, die ominöse graue Grenze durchbrochen zu haben und über dem weiten Nebelmeer der Sonne entgegenzugehen. Auf dem weiteren Weg über die Chüeweid/Furggi bis zum Punkt 1674 m (oberhalb Skihütte), galt unser Augenmerk einer kritischen der Beurteilung des Schneezustandes. – Fazit: grösstenteils Pulverschnee und gute Abfahrtsvoraussetzungen. Ein Motivationsschub, den happig steilen Routenabschnitt vom Bachwaldi zum Sattel südlich des Horn am Rüederigs (1857 m) und von hier den NE-Grat zum Gipfelziel auch noch hinter uns zu bringen.
Mit stiller Genugtuung, nach vier Stunden noch vor der vor uns gestarteten Gruppe des SAC Bern den ausgesetzten Gipfel erreicht zu haben, genossen wir auf dem Gehrihorn fast eine ganze Stunde die wärmende Sonne, das herrliche Bergpanorama und den majestätischen Tiefblick mit dem über den Tälern und dem Mittelland liegenden Nebelmeer.
Zügig wurde alsdann vom Skidepot die Abfahrt hinunter zur Weggabelung bei Punkt 1947 m gestartet. Nach der Linkstraverse in die offenen Hänge von Ober Geerene präsentierten sich diese in gutem Pulverschnee. Nach Schwung um Schwung war unsere Toppskifahrergruppe kurzerhand zu unterst in der Mulde vom Bachwaldi. Dort schnallten wir die Felle auf und stiegen wieder hinauf zum Punkt 1674 m. Von hier leicht ostwärts haltend boten uns die Nordhänge über Chüeweid bis hinunter nach Brand (Nebelgrenze) Abfahrtsmöglichkeiten in Pulverschnee vom „feinsten“ und die gelegentlichen „Schwung-Juchzer“ der Skitourenfreaks bestätigten, dass wir heute die richtige Wahl getroffen hatten. Fazit der TeilnehmerInnen: Die Gehrihorntour war ein Hit und sehr lohnend!

 

 

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