Verl. Wochenende im Berninagebiet

Datum:
Do. 23. bis Mo. 27. Juli 2009
Ausweichdatum:
Tourenleiter:
Fritz Inniger
G: 033 673 22 60
P: 033 673 39 46
ZS bis S-
Anforderungen :
Trittsicherhait auf Hochtouren,klettern mit Steigeisen im 3.schw. Grad
Ausrüstung:
Hochtourenausrüstung
Besammlung:
23. ev. 24. Juli (je nach Wettervorhersage) 7.00 Uhr Schützenbrücke, Abfahrt Richtung Engadin
Beschreibung :
1.Tag Reise ins Engadin und Aufstieg in die Tschiervahütte.
2.Tag Besteigung des Bioncograts auf den Piz Bernina. Übernachten in der Marco e Rosa Hütte.
3.Tag Überschreitung Bellavista, Abstieg in die Bovalhütte.
4.Tag Besteigung des Piz Morteratsch über den Speranzagrat mit Talwechsel in die Tschiervahütte. Bei gutem Wetter übernachten wir in der Tschiervahütte.
5.Tag Besteigung der Piz Tschierva und Rückreise nach Adelboden. (je nach Wetter und Verhältnissen kann sich die Gipfelreihenfolge ändern)
Bericht
durchgeführte Tour:
Verlängertes Wochenende im Berninagebiet
Durchführungsdatum:
Do. 23. bis Mo. 27. Juli 2009
Anzahl Teilnehmer angemeldet:
5
Anzahl Teilnehmer:
5
Nach einer ca. fünfstündigen Reise ins Engadin erreichten wir Pontresina, den Ausgangspunkt für unser Vorhaben. Auf dem Hüttenweg durchs Roseggtal kämpften wir uns gegen den starken Wind Richtung Tschiervahütte. In der Hütte angekommen, löschten wir unseren Durst und bezogen unsere Unterkunft. Die starken Windböen, die ums Haus wehten, erhofften nichts Gutes für den nächsten Tag. Nach einem ausgezeichneten Nachtessen legten wir uns zur Ruhe und hofften, dass der Wind doch noch abnehmen würde, und wir am nächsten Tag die Bernina besteigen könnten. Tatsächlich legte sich der Wind in der Nacht und wir starteten um 03.45 Uhr Richtung Forcla Prievlusa bei sternenklarem Himmel. Wir kamen gut voran und erreichten die Forcla gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang. Über den nicht ganz weissen Biancograt mussten wir wegen Blankeis einige Eisschrauben setzen um uns abzusichern. Auf dem Piz Bianco angekommen konnten wir die Steigeisen demontieren und auf trockenem Felsgrat hinüber auf den Piz Bernina steigen. In den Scharten und auf dem Grat blies uns ein kalter Nordwind entgegen, dieser war aber gut erträglich. Um 09.15 Uhr ereichten wir den Gipfel. Auf der Wind abgekehrten Seite stärkten wir uns mit Speis und Trank und stiegen hinunter zu unserem Tagesziel in die Marco e Rosahütte. Auch in dieser Hütte wurden wir gut bedient und konnten uns etwas ausruhen für den nächsten Tag. Im verlaufe des Tages stiegen unsere Höhenmesser und der Nebel umhüllte die Hütte immer mehr. Als wir uns zur Ruhe legten, kam die vorausgesagte Gewitterfront und es begann zu Regnen resp. zu schneien. In der Nacht macht es ja nichts, wenn es draussen nicht so schön ist wenn’s am frühen morgen wieder schön ist. Auch am nächsten Morgen war Richtung Süden sternenklar, nur auf den Nordseite hatte es noch etwas Nebel. Wir suchten den Weg durch den Nebel und die Spaltenzone Richtung Piz Zupo. Auf dem Gipfel hatte sich der Nebel vollends aufgelöst und die Sicht gegen Norden war frei geworden. Wir entschlossen uns wegen dem Neuschnee die Überschreitung zur Bellavista fallen zu lassen, den gleichen Weg zurück zu kehren, die Bellavista-Terasse zu überqueren und anschliessend die Überschreitung Richtung Piz Palü in Angriff zu nehmen. Diese Entscheidung hat sich gelohnt, waren wir doch kurz nach Mittag auf der Diavolezza angelangt und verpflegten uns auf der Terrasse bei grandioser Aussicht auf die bereits bestiegenen Gipfel. Von der Terrasse aus konnten wir mit Christofs Fernglas die Route des am nächsten Tag bevorstehenden Spraunza-Grat auf den Piz Morteratsch rekognoszieren. Beim Abstieg zur Boval-Hütte querten wir den Morteratschgletscher und erreichten eine überfüllte Hütte. Am nächsten Tag bestiegen wir bei wunderschönem Wetter den Piz Morteratsch über diesen Spraunza-Grat. Die grandiose Aussicht auf den Biancograt und die umliegenden Gipfel war grossartig. Der Abstieg erfolgte hinunter zur Tschierva-Hütte und durchs Roseggtal zurück nach Pontresina. Alle waren glücklich bei solchem Wetter eine schöne Rundtour absolviert zu haben.

Fritz


Fotos