Gemsfairen-Tödi

Datum:
Sa./So., 28.+29. März 2009
Tourenleiter:
Peter Kurzen,
033 673 29 50 und Erich Schranz
Ausweichziel:
Ausweichdatum:
Sa./So., 4.+5. April 2009
WS+S
Anforderungen :
Gute Kondition Gletschererfahrung
Ausrüstung:
Skitourenausrüstung komplett Gschtältli evtl. Steigeisen
Besammlung:
Wird bei Anmeldung abgemacht
Fahrplan:
Kosten:
Pro Auto ab Adelboden und zurück: 470 Km x 0.5 Fr. = 285 Fr. aufgeteilt auf die mitfahrenden Personen inkl.
Fahrer
Beschreibung :
Samstag Fahrt nach Linthtal Urnerboden. Aufstieg Gemsfairenstock ca. 3 Std. Abfahrt nach Obersand, Aufstieg Bifertengrätli ca. 1Std. Abfahrt zur Fridolinshütte.
Sonntag Aufstieg zum Tödi 1500 Hm 5-6 Std. ca. 2500 Hm Abfahrt nach Vorder Sand Tierfed je nach Schneeverhältnissen.Gemsfairenstock vom Fisetenpass nach Obersulzbalm an den Fuss einer steilen Felsbarriere 38° weiter über den Langfirn zum Gipfel. Tödi anspruchvollste Skihochtour der Glarneralpen. Schlüsselstellen zwei Gletscherabbrüche die sehr stark von den jeweiligen Verhältnissen abhängig sind.
Bericht
durchgeführte Tour:
Gemsfairenstock und Tödi
Durchführungsdatum:
3./ 4. 4. 2009
Anzahl Teilnehmer angemeldet:
7
Anzahl Teilnehmer:
7
Mit zwei Privatautos starten wir am Freitag morgen um 4.30 Uhr in Adelboden Richtung Glarus Linthal. Dort stärken wir uns noch mit einem Znüni bis der Bus uns um 8.45 Uhr nach Urnerboden fährt. Mit der Fiseten Luftseilbahn geht es dann bis auf 2000m Höhe. Nach dem langen Anfahrtsweg tut es richtig gut endlich losfellen zu können. Das Wetter ist mit einer leichten Föhnlage sehr gut. Einige Gipfel haben eine kleine Föhnhaube. Nach 2 1/2 Std. Aufstieg kommen wir auf dem Gipfel des Gemsfairenstocks an. Hier bläst ein mässier Südwind. Nach einer kurzen Rast erwartet uns eine Abfahrt von 1000Hm. Direkt vom Gipfel fahren wir die sehr steile Südflanke hinab auf den Claridenfirn um den Geissbützistock herum und hinab auf die Hochebene Ober Sand auf 1937m. Nun gilt es noch mal anzufellen und 350Hm hochzusteigen zum Bifertengrätli, was natürich viel leichter geht, weil Erwin uns zum Geburtstag Kaffee und Kuchen in der Hütte offeriert. Vom Bifertengrätli gibt es noch eine kurze Abfahrt bis zur Fridolinshütte die wir um ca. 15.30 Uhr erreichen. Das sehr gastfreundliche Hüttenteam und die gemütliche Hüttenatmosphäre lassen uns in der Nacht gut schlafen ausser Kläri, das Zweifel hat ob es den Aufstieg auf den Tödi schafft. Am Samstagmorgen un 5.00 Uhr starten wir bei windstillem und recht mildem Wetter in südlicher Richtung hinüber auf den Bifertengletscher wo dann der eigentliche Aufstieg beginnt. Der untere Gletscherabbruch ist sehr gut passierbar. Oberhalb des Abbruchs beginnt es zu dämmern und wir können die Stirnlampen versorgen. Da der obere Gletscherabbruch nur recht zeitaufwändig zu durchsteigen ist, haben wir uns am Vorabend entschlossen, ihn durch das sogenannte Schneerus, ein 300Hm langes rund 40° steiles Coulvoir zu umgehen. Der Schnee im Coulvoir ist hart aber gut ohne Steigeisen begehbar. Der weitere Aufstieg erfolgt bis auf den Gipfel über den Bifertenfirn mit flacheren Abschnitten unterbrochen durch kurze Steilstufen, wo wir auch eindrückliche Gletscherspalten bewundern können. Um 10.00 Uhr kommen wir auf den Gipfel bei praktisch windstillem Wetter, was für den Tödi sehr selten ist. Kläri ist natürlich überglücklich, den Aufstieg geschaffft zu haben. Mit 62 Jahren eine Superleistung. Da auf unserer Abfahrtsroute das Tal von Hinter Sand bis Tierfed lawinengefährlich und z.T. sehr eng ist, machen wir uns 10.30 Uhr bereit zur Abfahrt. Bis unter das Schneerus ist der Schnee sehr gut zu fahren. Von da bis zum Tentiwang ist schwierig zu fahrender Bruchharst. Weiter unten ist der Schnee im Schatten hart und in der Sonne leicht sulzig. Dank des vielen Schnees können wir bis Tierfed fahren 2800Hm Abfahrt. Um 13.00 Uhr sitzen wir bereits bei einem kühlen Trunk auf einer Gartenterasse.

Erich Schranz und Peter Kurzen

die Bilder