Wanderwoche in den Ossola-Tälern

Datum:
05.07. bis 10.07.2009
Tourenleiter:
Jürg und Trudi Lüthi-Allenbach
Ausweichziel:
Ausweichdatum:
mittel
Anforderungen :
4 bis 6-stündige Wanderungen
Ausrüstung:
Wanderausrüstung und gute Laune
Besammlung:
Abfahrt in Adelboden um 7.00 Uhr
Fahrplan:
Kosten:
Beschreibung :
Angebot ist ausgebucht.
Bericht
durchgeführte Tour:
6 Wanderungen in den Ossola-Tälern
Durchführungsdatum:
05.-10. 07. 2009
Anzahl Teilnehmer angemeldet:
27
Anzahl Teilnehmer:
25
Sonntag 5.7.: Erster Treffpunkt der gut gelaunten TeilnehmerInnen war das Café Arnold in Simplon Dorf, wo wir uns für die Wanderung über den Stockalperweg durch die Schlucht nach Gondo stärkten. Leider mussten wir schon am ersten Tag von der Notapotheke Gebrauch machen, da sich Erwin bei einem Sturz verletzte. Glücklicherweise konnte er aber auch bei den folgenden Wanderungen mitmachen und der Rest der Woche verlief unfallfrei. Nachdem wir die grossartige Kirche in Baceno besichtigt hatten, erfolgte der Hotelbezug im Edelweiss in Viceno, oberhalb Grodo im Val Antigorio. Die Ersten vergnügten sich bald im Hotelhallenbad. Wie jeden Tag war um 18.30 Uhr Treffpunkt im Garten, um den Apero zu geniessen und zu plaudern. Allen sechs Apero-Spendern danken wir bestens. Nach dem immer guten Nachtessen, begleitet von piemontesischen Weinen, haben wir jeweils über das für den folgenden Tag vorgesehene Programm orientiert.

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Montag 6.7.: Nach der Autofahrt nach Mocogna oberhalb Domodossola, nahmen wir den Höhenweg durch das Val Bognanco unter die Füsse. Die Wanderung führte uns in vier Stunden, durch Reben, Kastanienwälder, Siedlungen und eine tief eingeschnittene Schlucht nach Bognanco Terme. Hier treffen wir im Ristorante auch diejenigen wieder, welche eine Zusatzschlaufe absolviert haben.

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Dienstag 7.7.: Heute lernen wir auf dem Walserweg die Sommersiedlungen auf der Sonnenterrasse hoch über dem Val Formazza (Pomat) kennen. Zuerst gilt es aus dem Talboden zur ersten schönen Walsersiedlung aufzusteigen. Dann folgen wir, an einigen hübschen Kapellen vorbei, dem malerischen Wanderweg hoch über den imposanten Granitfelsen nach Fondovalle, wo die Fahrer vorher die PW’s parkiert haben. Nach der Mittagspause kamen, das einzige Mal in dieser Woche, die Pellerinen und Regenschirme zum Einsatz. Trotzdem bleibt vor allem die grosse Vielfalt der südlichen Bergflora in der Erinnerung haften. Bei allerlei Getränken in einem Talbeizli sowie beim Apero im Garten unseres Hotels, wurde jedenfalls ergiebig diskutiert.

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Mittwoch 8.7.: Durchs Tal von Devero erreichen wir über die schmale Strasse die gleichnamige Alp als Ausgangspunkt der heutigen Wanderung. Auf dem sentiero natura erreichen wir den malerischen lago delle streghe (Hexen-Begsee) und den blauen Lago di Devero. Nachdem zwei junge Steinböcke Platz gemacht haben lassen wir den Wanderweg ins Binntal links liegen und steigen über zwei Schneefelder zum alten Stausee von Pianboglio. Inmitten der Alpenrosenfelder geniessen wir das verdiente Mittagessen aus dem Rucksack. Dank dem Nordföhn haben wir schönes Wetter, womit die Farben der diversen Bergseen mit Schneeresten so richtig zur Geltung kommen. Dem Südufer des lago di Devero entlang erreichen wir die Sidlung Crampiolo, wo uns nicht nur Polenta sondern auch ein ganz kleines „Gütti“ vino rosso und Kuchen serviert werden so, dass wir auf den Bänken an der Sonne lange verweilen bevor wir auf die alpe Devero zurück wandern.

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Donnerstag 9.7.: Vom Hotel aus steigen wir über die alpe Cheggio steil zur alpe Genuina, mit den einfachen aber schönen steinernen Alphütten. Der Blick zu den Walliser Alpen und ins Val Divedro ist eindrücklich. Teilweise begleitet von einer Ziegenherde wandern wir über den waldigen Rücken zum passo Colmine, von wo wir in der Sonne den Abstieg nach Flecchio und zu unserem Hotel in Viceno unter die Füsse nehmen. Einige kühlen sich anschliessend im Schwimmbecken ab, andere schwitzen im Dampfbad und die Dritten nehmen vor dem üblichen Apero ein Nickerchen und freuen sich auf das gute Nachtessen. Für den letzten Abend in Italien, haben wir über unsere Wirtin den Gemischen Chor Cricca aus der Talschaft organisiert. Dirigiert von der temparamentvollen Chorleiterin und begleitet von einer chromatischen Handorgel, werden uns viele Lieder, hauptsächlich aus den Ossolatälern, zum Besten gegeben. Mitternacht ist jedenfalls vorbei, als der Oergeler und die letzten Wanderer und SängerInnen die Betten aufsuchen.

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Freitag 10.7.: Wie immer pünktlich um 8.30 Uhr verlassen wir Viceno und fahren auf der kurvenreichen Strasse durch das Val Antrona, um auch dieses wilde Tal kennen zu lernen und den Seen-Rundweg zu absolvieren. Von dem durch einen riesigen Bergsturz entstandenen lago di Antrona geht es hinauf zur Staumauer des bacino di Campliccoli. Wir umwandern auch diesen, unweit der Landesgrenze liegenden tief blauen See, und steigen auf der anderen Talseite zu den Auto’s ab. Ein kleines Zvieri schliesst die unvergesslichen Wandertage südlich des Simplonpasses ab. Wir möchten es nicht unterlassen, allen TeilnehmerInnen für die bei einer so grossen Gruppe notwendige gegenseitige Rücksichtsnahme und die immer gute Stimmung, herzlich zu danken. Hoffentlich treffen sich viele bei guter Gesundheit, spätestens wieder im nächsten Jahr.

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Jürg und Trudi Lüthi

Bemerkungen: Trudi und Jürg gebührt unser herzlicher Dank für die tadellose Organisation. Mit ihrer herzlichen Art, der richtig bemessenen Information und umsichtigen Führung haben sie wesentlich zur guten Stimmung zum prächtigen Erfolg dieser Wanderwoche beigetragen!