Skitourenwoche 2009

Datum:
So 22.03.2009 – Sa 28.03.2009
Tourenleiter:
PeterSchmid
Senseblickstrasse 9
3174 Thörishaus
031 889 10 72
079 300 84 61
Ruedi Meier
Schrenziweg 4
3715 Adelboden
033 673 46 86
079 247 33 89
Erwin Burn
Naturgartenbau
Hindereseggen 15
3715 Adelboden
033 673 24 50
079 673 83 50
Kost und Logis:
Berghaus Alpenrösli Partnun
L – WS
Anforderungen :
Aufstiege bis 4 H
Ausrüstung:
Normale Skitourenausrüstung, Klettergurt, Steigeisen, Pickel, 2 Karabiner, 2 Reepschnurschlingen, Badekleider
Fahrplan:
Adelboden Dorfplatz: 06:30
Frutigen Simplon: 07:00
Spiez Bahnhof: 07:45
Kosten:
im Doppelzimmer: Fr. 780.-
im 4-er Zimmer: Fr. 730.-
Bemerkungen:
Es besteht die Möglichkeit, am Abend den Apéro im Hotpot unter freiem Himmel zu geniessen.
Bericht
durchgeführte Touren:
Sulzfluh, 2817.2 m
Schafberg, 2456 m
Brunnenegg, 2100 m
Durchführungsdatum:
22. März 2009 – 25. März 2009
Anzahl Teilnehmer angemeldet:
23
Anzahl Teilnehmer:
23
Sonntag, 22. März:

Der Beginn ist schon Tradition: Postauto von Peter und Markus, Zusteigeorte in Adelboden, Spiez und Wädenswil, obligatorischer Kaffeehalt im Zollhaus. Das Wetter ist noch schön, die Voraussagen weniger.

Nach der Stärkung mit einer original Bündner Gesrstensuppe im Hotel Rhätia verladen wir das Gepäck auf die Schlitten, die Andreas mit seinem Snowmobile nach Partnun ins Alpenrösli fährt, montieren die Felle und steigen in rund einer Stunde bei strahlendem Wetter auf zu unserer Unterkunft bei Fränzi und Andreas, wo uns ein Glas Weisswein als Willkomm offeriert wird.

Nach dem Studium des Wetterberichts und des Lawinnenbulletins entscheiden die Tourenleiter ganz richtig, am nächten Tag die Königstour auf die Sulzfluh ins Auge zu fassen.

die Bilder

Montag, 23. März:

Morgenbuffet um 06:00, Abmarsch in drei Gruppen um 07:00 bei strahlendem Wetter. Die Bedingungen sind ideal: unten gefrorener Firn, die Steilstufe stark eingeschneit und oben Pulver. Weder Seil noch Pickel oder Steigeisen werden benötigt, die Schlüsselstelle wird von jedem problemlos geschafft. Im Gemstobel bringt uns die Sonne zum Schwitzen. Nach der Znünipause erreichen wir den Gipfelaufbau und der starke, kalte Wind zwingt uns, alle Kleider aus dem Rucksack zu kramen. Die einmalige Aussicht lässt uns auf dem Gipfel ausharren. Es gelingt uns, nur ein paar markante Berge aus den unzähligen Erhebungen rundherum zu bestimmen.

Wir geniessen den Pulverschnee und die ausgiebige Mittagspause an einer geschützten Stelle mit weiterhin schönster Aussicht. Dann teilen wir uns in zwei Gruppen auf: eine ambitionierte für noch mehr Leistung und eine geniesserische, die die noch sehr guten Schnee- und Sichtverhältnisse ausnützen wollen. Sie legen ihre Schwünge auf die weiten Hänge in den leicht aufgeweichten Frühlingsschnee hinunter zum Partnunsee und zum kühlen Bier, Radler oder Most auf der Sonnenterrasse beim Alpenrösli. Die Ambitionierten queren unter der Sulzfluh zur Carschinahütte, wo wieder eine Teilung vorgenommen wird. Weil die Carschinahütte nicht bewartet ist und deshalb auch kein Bierchen genossen werden kann, zieht es die einen auch Richtung Alpenrösli, die andern lockt der Gipfel des Schafbergs, 2456 m. Leider überzieht sich der Himmel mit Schleierwolken und die Sicht wird sehr diffus, was bei der Abfahrt ein paar spektakuläre Stürze zur Folge hat.

die Bilder

Dienstag, 24. März:

In der Nacht sind die Wolken dichter geworden,
zum schon reichlich vorhandenen Schnee hat es noch Zuwachs gegeben und es schneit weiterhin, zudem bläst ein kräftiger Wind. Wir trauen den Wettervorhersagen nicht recht (ab 10:00 – 13:00 Aufhellungen) und bleiben zu Hause. Es bietet sich die Gelegenheit, die Funktionen unserer LVS Geräte wieder einmal besser kennen zu lernen und im Gelände ein paar Suchübungen durchzuführen. Trotzdem die Wetter Prognosen richtig waren, und jeder die verpassten Schwünge im schönsten Pulver bei Sonnenschein bedauerte, waren doch die meisten froh, ihre Geräte wieder richtig bedienen zu können.

Nach einer währschaften Gemüsesuppe im Alpenrösli zieht es uns trotz Nebel und neuem Schneefall die Hänge hinauf in Richtung Sulzfluh auf die Brunnenegg. Das Licht ist diffus, nur weiss in weiss. Sogar Erwin muss anerkennen, dass bei solchen Verhältnissen mit den vielen Wächten und Löchern im Schnee nicht zu spassen ist.

Nach getaner Arbeit überrumpeln wir Käthi Meier und Ernst Flütsch bei ihrer Siesta im Berghaus Sulzfluh und geniessen ihre herzliche Gastfreundschaft mit Huuskafi, Bündner Nussturte, einem Glas Weissen und süffigem Röteli. Vielen Dank Käthi und Ernst!

die Bilder

Mittwoch, 25. März:

Während der Nacht sind wieder mehr als 50cm Schnee gefallen. Die Lawinengefahr
ist an der Grenze von Stufe 3 zu Stufe 4, und es schneit weiterhin. Die Wetterfrösche sehen weitere ergiebige Schneefälle für die kommenden Tage vor. Was ist zu tun? Das Leiterteam macht sich die Sache nicht leicht. Es ist erst Mittwoch, der herrliche Pulver wäre ein Genuss, die Gruppe ist homogen, aufgestellt und unternehmungslustig. Das sind positive Faktoren. Die Lawinengefahr ist erheblich, Tendenz steigend. Es schneit, hat Nebel, die Sicht gleich weiss in weiss; die Gruppengrösse erhöht das Risiko wesentlich. Das sind die negativen Faktoren, die die positiven bei weitem überwiegen. Also: heute sicher nicht ausrücken. Und morgen und übermorgen? Es wird offensichtlich nicht besser. Das Team beschliesst, das Unternehmen hier abzubrechen, sobald es möglich wird, St. Antönien zu verlassen und die Heimreise anzutreten. Da hier für uns noch viel Arbeit zu tun ist, reservieren wir die selbe Woche im Alpenrösli für 2010 (21. – 27. März 2010).

Nach diesem Entscheid wird gepackt, und die Schlitten werden beladen. Man wartet noch auf die Freigabe des Weges. Es hört auf zu schneien, der Nebel und die Wolken verziehen sich, und die Gegend präsentiert sich in strahlendem Licht. Auf der Sonnenterrasse serviert uns Fränzi zum Abschied den beliebten Bündner Röteli. Wehmütig verlassen wir das gastliche Berghaus, geniessen den herrlich Pulverschnee auf der Fahrt zum Tal hinaus in Richtung Unterland.

Für die genossene Gastfreundschaft, die gute Küche, Unterkunft und Hotpot danken wir Fränzi, Ändl, Nüssli und Lieni herzlich und sagen: auf Wiedersehen in einem Jahr um die gleiche Zeit!

In Pfäffikon übergeben wir Hannes dem ZVV, im Zollhaus geniessen wir die obligaten Fischknusperli und in Spiez verabschiedet sich ein Teil der Gruppe bevor Peter und Markus die Wildstrübeler mit ihrem Postauto zurück nach Adelboden bringt. Wir danken den Organisatoren und freuen uns auf die Skitourenwoche 2010!

die Bilder

 

 

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