Skitourenwoche 2010

Datum:
So 22.03.2009 – Sa 28.03.2009
Tourenleiter:
Peter Schmid
Senseblickstrasse 9
3174 Thörishaus
031 889 10 72
079 300 84 61
Ruedi Meier
Schrenziweg 4
3715 Adelboden
033 673 46 86
079 247 33 89
Erwin Burn
Naturgartenbau
Hindereseggen 15
3715 Adelboden
033 673 24 50
079 673 83 50
Kost und Logis:
Berghaus Alpenrösli Partnun
L – WS
Anforderungen :
Aufstiege bis 4 H
Ausrüstung:
Normale Skitourenausrüstung, Klettergurt, Steigeisen, Pickel, 2 Karabiner, 2 Reepschnurschlingen, Badekleider
Fahrplan:
Adelboden Dorfplatz: 06:30
Frutigen Simplon: 07:00
Spiez Bahnhof: 07:45
Kosten:
im Doppelzimmer: Fr. 780.-
im 4-er Zimmer: Fr. 730.-
Bemerkungen:
Es besteht die Möglichkeit, am Abend den Apéro im Hotpot unter freiem Himmel zu geniessen.
Bericht
durchgeführte Touren:
Anreise und Aufstieg zum Berghaus, 1775m
Carschinahütte, 2236m
Rotspitz, 2517m
Wiss Platte, 2628m
Gargellenrundtour, 2479m Breit Furgga, 2379 St. Antönier Joch
Sulzfluh, 2817.2m, Drusenturm, 2830m
Heimreise
Durchführungsdatum:
20. März 2009 – 26. März 2009
Anzahl Teilnehmer angemeldet:
25
Anzahl Teilnehmer:
21
Samstag, 20. März 2010
Pünktlich um 6 Uhr treffen die ersten Teilnehmer bei der Kirche ein. Da die Tourenwoche um einen Tag vorverschoben wurde, fehlte prompt der Präsi. Im Neuweg erwartet uns die nächste Überraschung – Vreni fehlt. Währendem gepackt wird geniessen die anderen bei Michel im Steg Kaffee und frische Gipfeli. Weiterfahrt nach Spiez und Zollhaus – wo wir uns ein weiteres z’Nüni gönnen.
Die herrliche Gerstensuppe in St. Antönien stärkt uns für den Aufstieg ins Alpenrösli. Ein herzlicher Empfang mit kühlem Weisswein erwartet uns bei Fränzi. Die Einquartierung und Klimaanpassung verläuft problemlos. Nach dem köstlichen Abendesssen dürfen die zwei Geburtstagskinder eine frisch eingeführte „Schwarzwäldertorte“ aus Zürich anschneiden.
Happy birthday!!!
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Sonntag, 21. März 2010
Erste Gehversuche zur SAC Hütte Carschina auf 2220 m
Lückenlos um 9 Uhr sind alle zum Aufmarsch bereit. Erwin spurt trotz misslichen Schneeverhältnissen (Temperatur ca. 15 Grad) zur Hütte.
Nach dem Picknick entscheiden die Tourenleiter zum Rückweg wegen Nebel. Die Rückfahrt fordert unsere gesamten Kräfte. Neben der Spur versinken die Beine bis über die Knie. Auf halbem Weg nehmen wir das Strässli und kehren bei leichtem Regen ins Alpenrösli zurück. Ein herrlich warmer HotPot rundet den Tag ab.

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Montag, 22. März 2010
Tagesziel: Rotspitz 2517m

Nach dem Frühstück besammeln wir uns um 7:30 Uhr vor dem Alpenrösli. Erwin teilt uns in 4 Gruppen ein, die den ganzen Tag beibehalten werden. Auch heute ist der Schnee bereits am morgen weich, über Nacht vermochte es nicht zu gefrieren. Dem Tällibach entlang Richtung Tälli beginnen wir unseren Aufstieg. Nach 90 Minuten machen wir eine Teepause und geniessen die Sicht hinunter zum Alpenrösli. Nach der Pause erreichen wir bald die Sonne, die uns bis auf den Gipfel begleitet. Vom Rotspitz aus sehen wir nach Österreich hinein, sowie viele weitere Berge, die wir gerne besteigen möchten.
Durch den „bauchnabeltiefen“ Sulz kämpfen wir uns bis zum Berghaus Sulzfluh. Dort löschen wir gerne unseren Durst.

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Dienstag, 23. März 2010
Tagesziel: Rundtour auf und rund um die Wiss Platte 2628 m, ca 900 Höhenmeter

Nach dem Frühstück besammeln wir uns um 7:30 Uhr vor dem Alpenrösli. In den gleichen Gruppen wie am Vortag steigen wir in Richtung Gruobenpass. Das Gelände hinauf zum Pass ist sehr unübersichtlich, umso mehr weil das Gebiet an diesem Morgen noch nebelverhangen war. Die Tragfähigkeit der Eisdecke vom Partnunsee durch das Tauwetter war zu unsicher, darum traversieren wir ihn etwas oberhalb. Die weiterhin sehr warme Temperaturen (plus 1 Grad in Partnun) und wegen der Bewölkung in der Nacht haben sich die Schneeverhältnisse nicht verändert. Die Schneedecke war sehr weich. Bei einer kurzen Abfahrt passierte das Unglück. Ruedi stürzte kopfvoran in den morastigen Schnee. Mit dem rechten Arm und dem Stock verhedderte er sich im Tiefschnee derart, dass ein Rauskommen unmöglich war. Peter Oester war sofort zur Stelle und konnte Hilfe leisten. Mit einer Schaufel begann er Ruedi auszugraben. Da die Nase von Ruedi zu bluten begann, sah der Platz bald wie ein Schlachtfeld aus. Zum Glück ist nichts Schlimmes passiert, und so konnten wir nach einiger Zeit weiteraufsteigen. Vom Gruobenpass ging der Aufstieg steil hinauf zur Wiss Platte. Kurz vor dem Gipfel war noch eine heikle Stelle über einer Felsstufe mit den Harscheisen zu bewältigen. Auf dem Gipfel zeigte sich erstmals die Sonne. Bei recht guten Schneeverhältnisse konnten wir hinunter in die Fläche einige schöne Schwünge machen. Über die alte Zollstation und den Plasseggpass erreichten wir wieder Schweizerboden. Die Abfahrt hinunter über Plasseggen konnten wir schöne Schwünge auf Sulzschnee geniessen. Zufrieden erreichten wir das Alpenrösli in Partnun und genossen die warme Sonne.

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Mittwoch, 24. März 2010
Tagesziel: Gargellenrundtour

Mit vier Gruppen starten wir bei ca. –3 Grad und leicht bedecktem Himmel auf unsere Rundtour. Nach dem Übergang südlich vom Rotspitz überschritten wir die Landesgrenze nach Östereich und fuhren wunderbare Sulzschnee-Hänge Richtung Gargellen. Nach ca. 800 Höhenmetern wurde das Skifahren zum Problem. Nach diversen Bergungen aus tiefem Schnee und aus dem Ronggenbach erreichten wir den Waldweg, der uns zur Talstation der Gondelbahn führte. Nach langen Preisverhandlungen am Schalter gelangten wir schweissfrei zu unserem Ausgangspunkt, das Gargeller-Alpentobel. Von da an hiess es wieder Felle anschnallen und Richtung St. Antönier Joch aufsteigen.
Nach 400 Höhenmeter überschritten wir den ersten Grat und mussten dann 50 Höhenmeter mit den Fellen abfahren. Ein weiterer Aufstieg führte auf den Grat zwischen dem Ronggspitz und dem Schollberg. Durch das mindestens 35 Grad steile Couloir, das einer Buckelpiste glich, erreichten wir alle gesund und munter die Sonnenterasse vom Hotel Sulzfluh.

Aufstieg zu Fuss: 1200 Höhenmeter
Abfahrt insgesamt. 2000 Höhenmeter
Tourlänge inkl. Bahn: 21 km
Tourdauer: 7,5 Std.

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Donnerstag, 25. März 2010
Tagesziel: Gruppe wird getrennt / SULZFLUH 2817 m / DRUSENTURM 2830 m

Tour auf die SULZFLUH
Partnun 1770 m – Sulzfluh 2817 m Höhendifferenz 1050 m

Morgenessen um 05.30

Abmarsch 06.30 mit der geschrumpften Gruppe (Erwin, Beatrice und Kobi versuchen den Drusenturm zu bezwingen) schwitzen wir in Peters Tempo den harten „uwegen“ Hang zur Schlüsselstelle hoch.
Unterwegs verlieren wir Ruedi Meier wegen Ohrenbeschwerden. Die Schlüsselstelle meistern wir ohne grosse Schwierigkeiten. Vier Steinböcke schauen uns dabei aus nicht all zu weiter Entfernung zu und lachen sicher auf den Stockzähnen über unsere Kletterkünste. Weiter oben „verluftet es uns zeitweise fast. Beim Aufstieg werden wir von Dr. André Müller, Arzt in Küblis, ein ehemaliger Adelbodner, im Eiltempo überholt.
Auf dem Gipfel geniessen wir trotz starkem Südwind die grossartige Weitsicht und sehen unsere schnellen Kollegen auf dem Drusenturm die Abfahrt starten.
Die Abfahrt bis zur Schlüsselstelle gelingt trotz starkem Wind ohne nennenswerte Zwischenfälle, anschliessend beginnt der Chrampf im Nassschnee.
Der Besenwagen, Greisi und Peter, ausgerüstet mit Ambulanz und Hebekran, haben alle Hände voll zu tun. Unter anderem müssen Monika und Esther aus ihrer aussichtslosen Lage ausgebuddelt werden.
Zirka um 12.00 sind wieder alle wohlbehalten bei André und Fränzi, die uns königlich bewirtet haben, im Partnun zurück, wo wir eine Runde von André Müller geniessen dürfen. Besten Dank dem Spender!
Partnun, Donnerstag, 25. März 2010 oe Heidi Allenbach-Künzi

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Freitag, 26. März 2010
Tagesziel: Hüttenabfahrt und Heimreise

Morgenessen um 07.30

Auf Grund der warmen Temperaturen und durchweichten Schnee, entschliessen sich die Tourenleiter zur direkten Abfahrt über das Strässchen zum Parkplatz.
Nach dem Morgenessen heisst es Packen und das Gepäck auf die Schlitten verladen. Unsere tolle Wirtin Fränzi verabschiedete uns mit einem kleinen Apéro vor dem Alpenrösli.
Bei Fränzi und seinem Team möchten wir uns herzlich bedanken für die Bewirtung. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.
Bei schönem Wetter chauffierte uns Peter mit seinem Postauto dem Bernbiet entgegen. Der Himmel verfinsterte sich zusehends, der Wind blies immer heftiger, und dem Walensee entlang regnete es ziemlich heftig. Dies blieb so bis nach Adelboden.
Eine schöne unfallfreie, in verschiedenen Schneearten durchgeführte Tourenwoche geht zu Ende.

Allen die in der Vorbereitung, während und nach dieser tollen Woche zum Guten gelingen beigetragen haben ein ganz herzliches Dankeschön.

Ruedi Stettler

 

 

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