Lidernen – Gebiet (Kt. Uri)

Datum:
Sa/So 12. + 13.03.2011
Tourenleiter:
Peter Kurzen-Schranz
alte Adelbodenstrasse 30
3725 Achseten
033 673 29 50
JO: Marcel Lauber
Ausweichziel:
Ausweichdatum:
MS
Anforderungen:
Gute Kondition (3- 4 Stündige Aufstiege)
Ausrüstung:
Komplette Tourenausrüstung mit Harscheisen (ohne Steigeisen und Klettergurt); Verpflegung für zwei Tage ohne Nachtessen
Besammlung:
Oey Adelboden Samstag, 7.00 Uhr
Anmeldung:
Dienstagabend, den 8.2.2011
Kosten:
Pro Auto ab Adelboden und zurück: 286 Km x 0.5 Fr. = 143 Fr. aufgeteilt auf die mitfahrenden Personen inkl. Fahrer
Übernachtung in Lidernenhütte
Beschreibung :
Samstag: Aufstieg bis zur Hütte (ca. 1,45 Std.) anschliessend ein Gipfel nach Wahl. Sonntag: Tour wird nach Wetter- und Schneeverhältinissen vor Ort ausgesucht.
Bericht
durchgeführte Tour:
Lidernengebiet: Rossstock
Durchführungsdatum:
12.+13. März 2011
Anzahl Teilnehmer angemeldet:
13
Anzahl Teilnehmer:
8 Teilnehmer SAC, 4 Teilnehmer JO
Am Samstag um 7.00 fahren wir in der Oey ab Richtung Brünig-Stansstad-Selisberg-Sisikon-Riemenstalden. Mit der Chäppelibahn fahren wir hoch nach Gitschen 1716m wo der Föhn schon sehr stark bläst. Der Rossstock 2460m ist heute unser Ziel. Bis 2200m sind wir vom Gelände her noch ziemlich windgeschützt. Doch dann erfasst uns der Föhnsturm mit voller Wucht. 50m unter dem Gipfel ist ein weiterkommen nicht mehr möglich. So fellen wir ab und fahren zur Lidernenhütte ab wo wir einen gemütlichen Hüttenabend verbringen.
Am Sonntagmorgen ist es bedeckt und der Föhn hat ein bisschen nachgelassen. Unser Ziel ist der Bluemberg 2405m. Doch die Lawienengefahr ist massiv angestiegen und wegen des stark cupierten Geländes sind die Hänge recht schwierig einzuschätzen. Verschiedentlich können wir die heiklen Stellen umgehen. Bei einem Steilhang unter dem Chli Chaiser wird uns das Risiko zu gross. Wir entschliessen uns zur Rückkehr. Auch wird der Sturm wieder stärker. Nach ein paar hundert Meter Abfahrt quert eine 5er Gruppe im Aufstieg einen Hang den wir über die abschliessende Rippe abfahren. Mit einem dumpfen Knall löst der 3. ein Schneebrett aus mit über einem Meter Anriss. Spätestens jetzt ist jedem klar, dass der Entscheid umzukehren richtig war. Alle sind sich einig, dass obwohl wir kein Gipfelerlebnis hatten, das Wochenende vor allem sehr lehrreich war punkto Wetter, Lawineneinschätzung und Orientierung.

die Bilder