Schilthorn-Wild Andrist-Kiental

Datum:
So. 17. Februar 2013
Ausweichdatum:
Tourenleiter:
Michèle Mérat
bellevuestrasse 163
3095 spiegel

079 223 80 73
Ausweichziel:
das ausgewählte Ziel ist zu gefährlich, eine sichere Alternative wird gesucht!
Schwierigkeit:
MS
Anforderungen:
Sicheres Skitourenlaufen
Ausrüstung:
Skitourenausrüstung: Skier, Felle, Harscheisen, Lawinensuchgerät, Lawinenschaufel, Lawinensonde
Besammlung:
Stechelberg Talstation Schildhorn 7:40, wenn möglich mit Billet. Wr möchten die erste Bahn, die um 7:55 fährt nehmen
Fahrplan:
Reichenbach ab: 06:03
Stechelberg an: 07:47
Kosten:
Pro Auto ab Adelboden Reichenbach und zurück: 44 Km x 0.5 Fr. = 22 Fr. aufgeteilt auf die mitfahrenden Personen inkl. Fahrer + Billett Reichenbach-Stechelberg (???) + Stechelberg-Schilthorn (36.20/18.10/15.10)
Anmeldung:
Fr 15. Februar 2013
Beschreibung:
Ab Bergstation Schilthornbahn heikle, ausgesetzte Traverse Richtung Wild Andrist und kurzer Aufstieg. Bei guten Verhältnissen Abfahrt nordseitig, sonst normal nordostseitig. Ausfahrt Richtung Bärefeld und Spiggegrund ins Kiental.Variante 1: vor Wild Andrist auf HundshornVariante 2: nach Wild Andrist auf Zahm Andrist
Bericht
durchgeführte Tour:
Bundstock
Durchführungsdatum:
17.2.2013
Anzahl Teilnehmer angemeldet:
13
Anzahl Teilnehmer inkl. TL:
14
Tschingel, 7:45h, mein Auto zeigt minus 18 Grad, ich steige aus – die trockene Luft empfinde ich als weniger kühl/kalt. Die 13 Nasen sind bereits anwesend, schnüren sich die Tourenschuhe, schnallen die Skiern an. In weiter Höhe, am Gipfel des Ärmighorns, zeigen sich bereits die ersten Sonnenstrahlen – vielversprechend. Wir marschieren los, noch mit tausend Kleiderschichten, unterwegs wird’s allmählich warm. Bald erreichen wir die Griessalp, entledigen uns der obersten Kleiderschicht und ziehen weiter, wir wollen in die Sonne. Nach 80 Gehminuten erreichen wir Dünde, erster Rast, Sonnebrille, Tee, Futter. Die Spur führt weiter, eher steil und direkt. Unterhalb der Dündenegg einen Schluck Tee für den Aufstieg zum Bärentritt. Die Spuren vom Vortag sind gut angelegt, führen von hier aus in mehrere Richtungen. Wir entscheiden uns für die ganz rechst, erreichen den Grat. Ich werfe ein paar Blicke in den jungfräulichen Nordwesthang – vielleicht die Abfahrt? Wir umschiffen die Ostnase des Bärentritts. Einen längeren Rast in wärmender Sonne vor der Traverse, welche wir sicher mit Abstandhaltung hinter uns bringen. Dann über das Feld des Schneebrettes, das gestern Nachmittag von einem unvorsichtigen Tourengänger weit oben an der Wächte des Gipfelgrat ausgelöst wurde und eine durch Fremdalarmierung grössere Rettungsübung auslöste. Zum Glück kein Unglück. Endlich, nach 4:45h alle zusammen auf dem Gipfel – das Gschnädder von 13 Mäuler hinter mir hat während dem ganzen Aufstieg nie versiegt – war mein Tempo zu langsam?? Die Aussicht umwerfend, die wärmende Sonne. Das Gschnädder geht weiter. Wir rüsten zur Abfahrt. Auf gleichem Weg bis zum Bärentritt, dann in den angepeilten Nordwesthang. Sprühender Pulver vom Feinsten, jeder zieht glücklich und stolz die eigenen Spur. Wir wollen nochmals hinauf, noch mehr von dem leichten Weiss! Und wir wissen – die am Christihubel beneiden uns! Wir wedeln in die Senke und ziehen Richtung Kaffe und Kuchen im Naturfreundehaus Gorneren – bitte einen Moment Geduld, der Kuchen ist im Ofen! Die Sonne im Gesicht, der Rücken an der wärmenden Holzwand des Hauses, die Aussicht (auf unsere Spuren!) – es könnte so noch Stunden gehen. Vor Sonnenuntergang der Aufbruch und die sichere Fahrt durch die Giesschlucht zu den Autos. Wir verabschieden uns, alle zufrieden mit sich und der Umwelt. Es war wegen der Schneemenge kombiniert mit der Lawinensituation nicht die ausgeschriebene Tour Wild Andrist, aber der Pulverschnee… Solche Tage tragen in den Alltag, der für einige von uns morgen wieder beginnt. Danke euch allen für das gute Mitmachen und die gute Stimmung!
HerzlichstMichèle

Fotos