Skitourenwoche Juf
| Datum | Montag, 16. bis Samstag, 21. März 2026 |
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| Tourenbericht Wir erlebten im Avers eine Bilderbuch Skitouren-Woche - jedem Tag traumhaftes Frühlingswetter und viel Pulverschnee. Anfänglich reisten wir vierzehn SAC’ler:Innen mit Skepsis an: Denn am Wochenende fielen 50cm Neuschnee, dementsprechend herrschte grosse Lawinengefahr und das ‘Val Avers’ war am Montagmorgen in Nebel gehüllt. Nach der Abfahrt um 04:30 in Adelboden brachen wir in ‘Pürt‘ um 10:15 zum ‘Grosshora‘ auf. Andere Gruppen kehrten vorschnell um, denn nach einer Stunde Aufstieg durchbrachen wir die Nebel und wurden von der strahlenden Sonne begrüsst. Vor uns lagen weite, glitzernde Neuschnee-Hänge der ‘Prüder Alpa’, welche wir nach dem Gipfelbesuch um 12:30 sorgfältig kämmten. Am späteren Nachmittag bezogen wir in ‘Juf’ für die kommenden Tage das urige Gasthaus Alpenrose. Der Charakter des Hauses wurde bewahrt, indem ein grosszügiger Nassbereich angebaut wurde. Gastgeber Raimondo verwöhnte uns am Abend das erste Mal mit deftiger Suppe, gemischtem Salat mit Hausdressing und köstlichen, regionalen vegetarischen und grillarischen Spezialitäten. Der ‘Bödengrat’ war das Ziel vom Dienstag. Zuerst fuhren wir die Langlaufloipe hinunter zum Skilift ‘Cavetta’ und über diese ins ging es ins ‘Val Bergalga. Nach einem Kilometer bogen wir ab und stiegen sanft über ‘Höjabüel’ zum ‘Saentapass’ sowie über den Grat zum Gipfel auf. Zum Picknick gab es Fernsicht bis in die ‘Berner Alpen’ im Westen, zum ‘Disgrazia-Massiv’ im Süden und das ‘Bernina-Massiv’ im Osten usw. Bei der Abfahrt kämmten wir wieder Pulverschnee-Hänge und kehrten anschliessend im Skilift-Peizli bei Sandra ein. Am Mittwoch wollten wir auf das ‘Jufer- oder Mingalunhorn’. Am Ende der Häuser von ‘Juf‘ zogen wir die Ski an, gingen in das Tal hinein und stiegen dann rechts bergan. Wir benutzten die steile, frische Aufstiegsspur nicht. Plötzlich fuhr von ~2700m ü.M. eine Borderin hinunter und hielt unweit vor uns an. Es war Sandra vom Skilift-Peizli. Sie sei noch nie umgekehrt, aber heute lasse sie einen andern vorangehen und reinlaufen! Sie und wir stiegen bis auf 2700m ü.M. und machten Pause - bei dieser Schneelage weiter, nein! Sandra stach mit wenigen Bogen hinunter, wir kämmten mit vielen Bogen systematisch die Pulverschnee-Hänge. Auf 2400m ü.M. trennten wir uns. Erwin ging mit einigen noch aufs ‘Piotjoch’, während die andern nochmals dieselben Hänge kämmten. Es wäre nicht Fritz sich um 13:30 ohne Gipfel zufrieden zu geben. Um 15:00 standen vier an der Zahl auf dem ‘Wengahorn’. Die 700hm Abfahrt nach ‘Juf’ hinunter wurde durch die andern auf der Gasthaus-Terrasse mitverfolgt. Auf der Sonnseite lockte am Donnerstag der ‘Mittler Wissberg‘. Mit dem Postauto erreichten wir ‘Pürt‘ und stiegen über die als Winterwanderweg präparierte Alpstrasse und weiter bis zur ‘Bandfluh’ an. Nun ging es defensiv über eine schmale Rampe über dem Maleggabach ins ‘Täli’ hinein. Von ‘Bühl’ stiegen wir nordostwärts zur ‘Tälifurgga’ und über den Grat zum Nord-Gipfel auf. Berge, nichts als Berge und im Osten dominiert ein kleines Matterhorn der ‘Piz Cagniel‘. Auf der Abfahrt nach ‘Bühl’ wurden wir nicht verwöhnt, darum stiegen einige noch zum Südgrat auf und kämmten dessen Nordhänge. Rassig ging es dann über die ‘Alpmatten’ durch den Sulz nach ‘Pürt‘ hinunter. Das Postauto brachte uns mit einer Schülerschar - sie schrien hupa, hupa bis der Chauffeur das „DüDaDo“ ertönen liess - nach ‘Juf’ zurück. Das ‘Gletscherhorn’ haben wir jeden Tag aus der Ferne bewundert und für Freitag gespart. Wir starteten um 08:00 beim Skilift ‘Cavetta’. Zuerst vier Kilometer über die Langlauf-Loipe und sanft ansteigend dem ‘Bergalgabach’ entlang. Dann ‘Uf da Bühle‘ hinauf und mit mässiger Steigung auf den ‘Gletscherhornsattel’. Hier tauschten wir die Ski gegen Steigeisen und Pickel und stampften hinter Erwin den Grat hinauf auf den 3106m hohen Gipfel, welchen wir nach 11:30 erreichten. Nach der kühlen, aussichtsreichen 360° Gipfelrast, stachen wir 1200hm hinunter und kämmten fleissig die Neuschnee-Hänge. Am Abend liessen wir uns ein letztes Mal von Raimondo verwöhnen, feierten unsere Geburtstagskinder und Gipfelerfolge. Vor der Rückreise besuchten wir ausgehend von ‘Pürt’ noch das ‘Chlin Hüreli‘ und ein letztes Mal kämmten wir Neuschnee-Hänge. Wir danken Fritz und Erwin für die Spuranlage und Organisation, Raimond für die vorzügliche Gastfreundschaft, für das traumhafte Wetter und die unzähligen, unfallfreien Schwünge im Pulverschnee im stillen ‘Avers’ sowie für die kollegiale Kameradschaft. Bänz Zingg |
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SAC Sektion Wildstrubel
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info@sac-wildstrubel.ch


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