Datum Mittwoch, 14. Januar 2026
Tourenbericht
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt?
Um 0900 trafen sich zwölf SAC‘ler (drei Männer plus Frauenpower) bei der Haltestelle
‘Hirzboden‘ zu einer Einsteiger-Tour. Ruedi musste anfänglich den Schnee suchen, doch
er legte routiniert eine Spur durchs ‘Pfaffli’ und ‘Bollersmatti’ hinauf in die ‘Gisamatte’
wo uns er verschiedene Tipps zu Schuh und Kick-Kehre gab. „Im Prinzip isch Schiitürele
e stickfule Sport. Me lüpft Füess so wenig wie müglich u schleipft Schii num nache“.
Nach dem Üben der Kick-Kehre erreichten wir bald das kalte ’Mösli’. Hier gab es einen
Teehalt und LVS Instruktionen. Nach der doppelten LVS Kontrolle erreichten wir übers
Ruefeggli den Eingang zum stillen Hinterbunder, wo uns die Sonne begrüsste. Hier
hatte es einen ‘Pätsch’ Schnee. Doch konnte sich der Schnee vom Januar und mit dem
Altschnee vom Dezember verbinden? Während der Rast unterhielten wir uns über die
Lawinensituation und Lawinenbulletin. Ruedi appellierte an alle Tourenteilnehmer nicht
blind auf den Vordermann bzw. Tourenleiter zu vertrauen, sondern selbst die SLF App
zu konsultieren, die Wildruhezonen und so weiter zu studieren und unterwegs zu
beobachten. Wer ist der Baumeister der Lawinen? Der Wind: „Im Luv liest är ihn uf, im
Lee lit är ne hie“. Wann wird es gefährlich? „Bi Wumm - cher um“.
Noch 400 Höhenmeter bis auf die ‘Bundergletti‘ lagen vor uns. In zwei Gruppen
erreichten die Schnelleren und die weniger Schnellen das heutige Ziel. Bis auf den Grat
stiegen wir meist im Triebschnee auf, der Grat selbst war abgeblasen. Herrlich war die
Aussicht da oben, doch um 1315 war Abfahrt. Bis hinunter auf die Bunderalp wurden
wir nach verblasenem Grat mit einigem Pulverschnee beglückt. Weiter unten haben die
kalten Nächte und warmen Sonnentage die Schneeoberfläche „dechlig“ gefroren und
sonnseitig weiter unten herrschte Schneemangel. Darum war Abfahren über ‘Stutz’ und
die Alpstrasse ins ‘Bunderlen’ hinunter angesagt. In der ‘Grabenmatte’ fellten wir noch
einmal an und über die ‘Mescherette’ erreichten wir die ‘Hohliebe’. In der
Nachmittagssonne gings noch zur Oey hinunter. Über 1000m Aufstieg, wir sagen
„Super xi Ruedi, DANKÄ 1000 für dä schöä Tag“
Bänz
SAC Sektion Wildstrubel
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