Gwächten- und Sustenhorn
| Datum | Samstag/Sonntag, 2. & 3. Mai 2026 |
| Tourenbericht Simon Sarbach hatte eine Skitour auf die Äbni Flue ausgeschrieben. Die Hollandiahütte war jedoch just für dieses Datum ausgebucht. Als Alternative bot uns Simon Skitouren um die Tierberglihütte an. Wir fuhren am Samstag ab 6:30 mit zwei Autos ab Adelboden Richtung Steingletscher, wo wir parkierten. Die Ski trugen wir keine 10 Minuten bis zur durchgehenden Schneedecke. Bei sehr schönem Wetter und angenehmen Temperaturen machten wir uns auf den Weg zum Gwächtenhorn 3'404 m. Der Aufstieg bescherte uns keine grossen Schwierigkeiten, abgesehen von einer Steilstufe. Diese konnten wir mit aufgebunden Ski und in guten Trittspuren bewältigen. Der Steingletscher ist gut eingeschneit, so dass wir zwar Gstältli trugen, jedoch ohne Seil gehen konnten. Auf dem Gwächtenhorn genossen wir die Aussicht, sogar das Matterhorn ist von diesem Gipfel zu sehen. Auf der Abfahrt zur Tierberglihütte trafen wir zuerst auf harten Schnee, dann aber auf sehr schön zu fahrenden Sulz. Nach einer Pause in der Tierberglihütte zeigte uns Simon, was bei einer Spaltenrettung zu tun ist: Verankerung mit Pickel, Rücklaufsperre mit Traxion oder Garda und schliesslich hochziehen des Gestürzten mit einfachem oder doppeltem Flaschenzug. Mit einem einfachen Flaschenzug ist es kaum möglich einen Gestürzten hochzuziehen, mit einem doppelten Flaschenzug geht das erstaunlich gut. Übrigens wissen wir nun dank Pascaline, dass Flaschenzug auf Französisch le palan und die Flaschen (Halterungen der Rollen) la poulie heissen. Am Sonntag sassen wir bereits kurz nach fünf Uhr beim Frühstück und machten uns anschliessend auf den Weg zum Sustenhorn. Das Wetter hatte sich verändert: Morgenrot, Wolken und Wind bescherten uns eine wunderschöne Morgenstimmung. Das Sustenhorn ist 3'502 m hoch und bietet eine ähnlich schöne Aussicht wie das Gwächtenhorn. Wir fuhren auf hartem Schnee ab, zum Teil pistenähnlich, auf den verfahren oder windbearbeiteten Stellen auch mal ruppig. Es war noch nicht einmal Mittag und so konnten wir noch einmal die Felle montieren und auch den Mittleren Tierberg besuchen. Auf der Abfahrt trafen wir anfangs wieder harte Bedingungen, dann aber auch wunderbaren Sulz. Nur die letzten Meter trugen wir wiederum unsere Ski zurück zum Parkplatz. Danke vielmal Simon für diese wunderbaren Touren, danke vielmal Erika, Madeleine, Markus, Pascaline, dass ich euch alle begleiten durfte. Bericht: Marlen |
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SAC Sektion Wildstrubel
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