Clariden 3267m (ausgebucht)
| Datum | Samstag/Sonntag, 4./5. Juli 2026 |
| Tourenbericht Die Wetterprognose stimmte auf ein erwartungsvolles Wochenende ein. Zehn Mitglieder des SAC Wildstrubel freuten sich, unter der Leitung von Yvonne Appenzeller, die Tour auf den Clariden zu unternehmen. Mit zwei Autos fuhren wir über den Brünig, via Altdorf ins Schächental und schlussendlich auf den Klausenpass. Dort stiegen wir ins Poschtauto ein und fuhren die kurvenreiche Strasse hinunter nach Urnerboden, wo wir um 09:40h und 09:50h einen Slot mit dem Sechser-Seilbähnli auf den Fisetenpass zugeteilt erhielten. Von dort ging es auf Schusters Rappen unterwegs in Richtung Gämsfairenstock los. Über einen langen Grat gewannen wir langsam aber stetig an Höhe, wir schauten durch das Rund Loch und gelangen über das Gämsfairenjoch nach rund 2 1/2 Stunden auf den Gämsfairenstock auf 2972 Metern über Meer. Dort genossen wir das Sandwich und das herrliche Panorama - der Tödi war nicht zu übersehen - und auch zu unserem Basislager am Abend konnten wir bereits hinunterschauen. Der Abstieg über das Joch zum Auslauf des Claridenfirns ging zügig und der erste Kuchen oder das erste Panaché in der Claridenhütte auf 2451m schmeckte vorzüglich. Hühner, Katzen und ein Hund tummelten sich in den vielen Wander- und Bergsteiger-Gästen der Hütte. Wie SRF bi de Lüt im 2024 berichtet, wurde ein Huhn über die markante Kanzel geweht und überlebte den Föhnsturm nicht. Die zweite Hälfte des Nachmittags wurde für Seil- und Knotenkunde genutzt, sodass wir für den Folgetag gerüstet waren. Nach dem Znacht genossen wir noch die herrliche Abendstimmung und um 21.00h waren bereits alle Teilnehmer in den Federn und freuten sich auf den morgigen Tag. Das feine Morgenessen stand ab 05.00h parat und schon gut dreissig Minuten später konnte die Gruppe gutgelaunt mit Sack und Pack losziehen. Dass an einem Wochenende in einem Schuhraum viele gleiche Modelle des La Sportiva Aequilibrium herumstehen, führte dazu, dass nach fünf Minuten Marsch ein erneuter Schuhtausch bei der Hütte stattfand. Beide Besitzer waren glücklich, "ihren" Schuh wieder zurück zu haben… Am Claridenfirn auf rund 2650m angekommen hiess es, Steigeisen, Helm und Pickel zu montieren, zwei Fünferseilschaften anzuseilen und sich auf den langen Zustieg über den Gletscherfirn zu freuen. Da der Abstand zum Vorder- oder Hintermann rund 12 Meter betrug, war ein mündlicher Austausch nicht mehr möglich und so verfiel jede und jeder in einen meditativen, besinnlichen und gar ehrfürchtigen Zustand in traumhafter Umgebung. Das Steilstück vor dem Bergschrund wurde in Zweierseilschaften begangen und der Schrund wurde gut passiert. Der Gipfel des Clariden auf 3267m wurde etwas nach neun Uhr erklommen und erneut genossen wir die traumhafte Aussicht. Nach Stärkungen aller Art und dem obligaten Gipfelfoto wurde in den vertrauten Zweierseilschaften gesichert der West-Grat an den Ketten abgeklettert. Das Iswändli begingen wir wieder in den bewährten Fünferseilschaften und auf rund 2900m konnte die Gletschtermontur im Rucksack verstaut werden. Die Klausenpasshöhe war sicht- und hörbar. Unglaublich, wie viele Autos, Töffs und Velos sich auf diesem Übergang befinden?! Gesund und munter nahm die homogene Truppe auf der Terrasse des Restaurants auf dem Klausenpass eine letzte Stärkung vor der Heimfahrt ein. Danke Lilly noch für die Äpfel! Wir danken Yvonne für die tolle, umsichtige, empathische und spannende Tourenleitung. Äsch subr xi! Bericht: Andreas Kallen |
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SAC Sektion Wildstrubel
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