Datum Samstag/Sonntag, 25./26. Juli 2026
Teilnehmer 8
Angemeldet 8
 
Tourenbericht
Mit den Eindrücken von 2023 der Privattour mit herrlichem Wetter von Bänz, starteten wir acht optimistisch zum Oberaaarhorn. 2021 Tour abgesagt, die Bergführer führten aufgrund der Ausaperung keine Gletschertouren mehr. 2022 und 2025 Tour abgesagt, aufgrund miserabler Wetterprognosen.

Wir trafen uns um 8 Uhr beim Grimsel Hospiz, denn die Panoramastrasse ist die ganze Saison aufgrund von Sanierungsarbeiten gesperrt. In 11 Minuten erreichten wir die Staumauer des Oberaarsees und sparten uns 2 Stunden. Um 15 Uhr 30 war Gewitter angekündigt, also starteten wir um 08 Uhr 30 bei schönstem Wetter optimistisch den fünfstündigen, 10km langen Aufstieg zur Oberaarjoch-Hütte. Zügig kamen wir voran. Nach einer Stunde standen wir am Gletschervorfeld und nach 2½ Stunden oben an der Mittelmoräne schon auf 2600m ü.M. wo wir den Lunch assen, die Steigeisen montierten und anseilten. Nach einer weiteren Stunde war die Schlüsselstelle durch die erste Spaltenzone überwunden. Auch in der zweiten Spaltenzone waren die mächtigen Spalten noch gut zugeschneit und so erreichten wir nach 5½ Stunden um 14 Uhr die Hütte.
Gleich noch aufs Horn? Nein, ich brauche zuerst eine Pause. Die Wolken formten sich fast imposanter als die grauen Berge. Von einer Gipfelbesteigung wurde aufgrund der ersten Regentropfen bald abgesehen. Doch erst während dem Nachtessen und in der Nacht regnete es heftig, nach 22 Tagen das erste Mal wieder. Da die Wasser Vorräte am Abend aufgebraucht waren gab es nur Trocken-Toilette.

Am Sonntag war um 5 Uhr 40 Tagwache. Während des Morgenessen warfen wir bange Blicke nach draussen. Das Finsteraarhorn war im Nebel und überpudert. Zum Horn oder ohne Gipfel absteigen und trocken zurück in die Zivilisation? Eine Gruppe stieg auf. Aufgrund der Wolken behangenen Berge und schlechter Fernsicht entschieden wir uns sowie eine weitere Gruppe für den Abstieg. Um 7 Uhr stiegen wir ab, mit zwei harmlosen Spaltenstürzen erreichten wir zügig nach zwei Stunden das Gletschervorfeld und mit einer Pause am See, dann kurz vor 11 Uhr den Staudamm. Die Abfahrt mit der Gondel verzögerte sich aus technischen Gründen bzw. bis auch das angekündigte Gewitter einsetzte. War das gemütlich bei prasselndem Regen in der schützenden Gondel. Nach der Einkehr im Hospiz waren wir uns am Verabschieden, da folgte die andere Gruppe von der Oberaarjoch-Hütte klatschnass in Regenkleider.

Somit bleibt eine Tour ohne Gipfelerfolg, aber erfolgreichem Abstieg in Erinnerung. Und das Oberaarhorn wartet weiter auf uns.

Bänz
SAC Sektion Wildstrubel
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